Ich über mich

"Du solltest Psychologie studieren, ...", sagte meine Klassenlehrerin. Damals besuchte ich die 7. Klasse.
Mein Weg zum Diplom führte mich über eine "Lehre" zur Industriekauffrau, denn: "Kind, lern' erst mal was Vernünftiges", wurde mir dringend empfohlen. :)
Zwischen dem Grund- und Hauptstudium kam meine Tochter zur Welt. Um viel Zeit mit ihr verbringen zu dürfen, gestaltete ich die Erziehungszeit großzügig.
Der Abschluss meines Studiums eröffnete mir eine Chance in der Forschung an einer anderen Uni. Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg.
Doch die Psychotherapie war und blieb ein Sehnsuchtsziel.
Eine persönliche, schwere Verlusterfahrung machte mir deutlich, dass Trauer ein sehr spezifisches Thema innerhalb meiner Disziplin ist, dem noch nicht ausreichend Beachtung geschenkt wird. Seit mir bewusst ist, dass Verluste häufig traumatisierende Auswirkungen haben und die Bearbeitung nur gelingt, wenn der ganze Mensch mit all seinen Vorerfahrungen gesehen wird, widme ich mein Interesse und meine berufliche Weiterentwicklung diesen besonderen Gebieten.